Glücksmarie zu Gast im Standesamt

20.02.2020
Heiraten gehört zu den wichtigsten Entscheidungen, die im Leben gefällt werden. Nur wenige Schritte haben so weitreichende Konsequenzen, wie die Eheschließung. Der Tag der Eheschließung ist der Startschuss für einen gemeinsamen Lebensweg, der mit der Eheschließung auch offiziell sichtbar dokumentiert wird.

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Mit über 50 Trauungen im Jahr ist das Mönchberger Standesamt eines der bestgebuchten im Landkreis Miltenberg. Grund hierfür sind wohl nicht nur die zahlreichen Hochzeitslocations im naheliegenden Spessart. Auch nicht nur das Ambiente und die Größe des schön geschmückten, historischen Trausaals, welcher Platz für über 100 Gäste bietet. – Nein, der Hauptgrund dürfte wohl sein, dass das Mönchberger Standesamtsteam die Trauzeremonien individuell und offen gestaltet: Für viele Paare spielt die kirchliche Zeremonie eine immer untergeordnetere Rolle. Oftmals sind beide oder zumindest ein Partner vielleicht sogar nicht mal mehr Mitglied der Kirche oder einer Glaubensbewegung. Darüber hinaus wird in vielen Standesämtern heiraten nur noch als rechtlicher Schritt vollzogen und Zeremonien sind meist kurz und unpersönlich. „Größere Standesämter haben meist nur wenige Trautage im Monat“, erklärt Stefan Brück, der seit vergangen November die Leitung des Standesamtsbezirks Mönchberg übernommen hat. „Da bleibt oft nur ein kleines Zeitfenster für die Eheschließung. Und so manches Mal lernen sich Brautpaar und Standesbeamter erst während der Zeremonie das erste Mal kennen.“ Diesem Trend wollen die sechs Mönchberger Standesbeamtinnen und Standesbeamten, darunter auch die beiden Bürgermeister und deren Stellvertreter, entgegenwirken. „Wir nehmen uns im Vorfeld schon viel Zeit für „unsere“ Paare“, erklärt Brück. Nach der formellen Anmeldung zur Eheschließung, also der Prüfung der rechtlichen Grundlagen, erfolgt meist ein eineinhalb bis zweistündiges Gespräch mit dem Paar. Hier gibt’s meist Antworten auf Fragen, wie, wie und wann haben Sie sich kennengelernt? Wie verlief die Kennlernphase und wann und wie sind sie letztlich zusammengekommen? Gab es dabei besondere Momente? Wie lief der Heiratsantrag ab? Von wem ging die Initiative dafür aus? Gab es dabei besondere Dinge, die Ihnen beiden für immer in Erinnerung bleiben werden? Welche Eigenschaften verbinden Sie? Welche Eigenschaften schätzen Sie jeweils am Anderen? Was hat Sie seitdem besonders zusammengeschweißt? Haben Sie gemeinsame Hobbies? Was waren bisherige Meilensteine in Ihrer Beziehung? Daraus entwickeln die Mönchberger Standesbeamtinnen und Standesbeamten dann eine ganz individuelle und einmalige Rede für den Tag der Trauung. – Schließlich soll das einer der schönsten Tage des Lebens werden.

Aber auch Rituale wie Sandgießen, das Entzünden der Hochzeitskerze, dass packen einer Zeitkapsel oder eine besondere Inszenierung des Ringtauschs, aber gerne auch mal gemeinsames Cocktailshaken mit dem Brautpaar, sind in Mönchberg immer wieder gern gesehen. Klar, dass da auch die passende musikalische Begleitung nicht fehlen darf. Auch hier ist in Mönchberg vieles möglich. Klassiker, wie ein Sektempfang auf dem Rathausvorplatz zwischen historischem Altem Rathaus und kath. Barockkirche sind ohnehin immer möglich.

Neu ist in Mönchberg auch, dass Trauungen künftig auch am Pavillon im Rosengarten möglich sein werden. Natürlich immer mit Backup für schlechtes Wetter im Alten Rathaus. „Das besondere Ambiente des Pavillons wird bestimmt einzigartige Trauungen ermöglichen“, sind sich die Standesbeamten sicher.

Vor einigen Tagen hatten die Mönchberger dazu auch die „Glücksmarie“ der gleichnamigen Weddingshool aus Bonn zu Gast. Marie-Anne Windeck, wie die Glücksmarie eigentlich heißt, ist selbst freie Traurednerin und betreibt ein privates Fortbildungszentrum für Hochzeitsredner. Wie Marie-Anne zur Glücksmarie wurde? „Selbst “Baujahr” 1979, haben sich mein Mann und ich 2009 auch für eine freie Trauung entschieden. Aus eigener Erfahrung weiß ich also, wie schwer es ist einen freien Redner zu finden, der tatsächlich ganz individuell auf die Wünsche seiner Paare eingeht, positive Impulse und Ideen liefert und jede Hochzeit damit wirklich einzigartig macht. Das war für mich der Moment, in dem es “Klick” machte und ich selbst zur freien Traurednerin wurde“, erklärt Windeck. Seit ein paar Jahren betreibt Windeck darüber hinaus auch noch ihre kleine Hochzeitakademie. Von Mönchberg und dem dortigen Standesamtsteam ist Marie-Anne Windeck total begeistert: „Stefan Brück und sein Team sind unglaublich kreativ, sehr engagiert und einfach wunderbar. Alle Brautpaare aus der Region können sich wahnsinnig glücklich schätzen, solch wunderbare Standesbeamte zu haben.“
Inhalte des eintägigen Seminars waren neben Ablauf der Trauung, sowie das noch individuellere Redenschreiben auch peppige und neue Ansätze für Rituale der Trauzeremonie.

Für ein erstes Kennlernen stehen die Standesbeamten Sophia Faulhaber, Silvana Breitenbach und Stefan Brück und deren Kollegin Nina Kroth gerne unter 09374/97996-0 oder unter standesamt@moenchberg.de zur Verfügung.

Die Bilder zeigen das Standesamtsteam beim Seminar mit der „Glücksmarie“

Seminarimpressionen

Kategorien: Verwaltungsgemeinschaft

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